Montag, 21. Oktober 2013

Zeiten ändern sich ... Ich verabschiede mich ...

Hallo ihr Lieben ♥

Ihr habt schon seit längerer Zeit nichts mehr von mir gehört, und das hat viele verschiedene Gründe.
Mal habe ich tagsüber keine Zeit und falle abends müde ins Bett, oder ich habe zuviele Termine, oder meine zwei Jungs beanspruchen mich sehr, oder oder oder ...

Ich bin immer ein "Nacht-Lese-Typ" gewesen, d.h. wenn meine Kinder im Bett waren und ich dann ab und zu noch Kleinigkeiten erledigt habe, konnte ich mich danach meistens gegen 22 Uhr entspannen und gemütlich lesen. Dies hat sich dann oft bis 2/3 Uhr morgens gezogen.

Seit geschätzt zwei Monaten komme ich wegen vielen Gründen nicht mehr zum lesen, und das heißt ja auch:
- nicht zum bloggen
- es gibt keine Rezensionen
- Bücher sind liegen geblieben
- ...

Gerade wegen solchen "Zeit-Problemen" habe ich mir deswegen ein Blog-Team zusammengestellt, das dann ab und zu mal etwas postet, damit der Blog nicht "einschläft", wenn ich es mal eine Woche lang nicht kann.
Leider hat es nicht so toll mit der Umsetzung geklappt, und auch nicht mit der Kommunikation untereinander.

Schweren Herzens habe ich mich nun dazu entschieden "The Bookworms" zu schließen.  

Momentan fehlt mir einfach die Kraft und die Zeit zum bloggen. Selbst zum lesen komme ich ja nur ab und zu, und dann brauche ich neuerdings ach schon mal 2 Wochen für ein Buch :-(
Alle offenen Rezensionen, werde ich jetzt noch versuchen nach und nach zu schreiben, aber diese werdet ihr dann nur noch auf meinem Zweit-Blog finden.


Da ich das bloggen nicht ganz sein lassen möchte, werdet ihr dort wenigstens ab und zu was von mir hören - wenn ihr das noch möchtet. Ich würde mich sehr freuen, euch dort als Leser wiederzufinden.

Danke für eure Treue, und ich hoffe ich höre auf meinem Zweit-Blog ab und zu etwas von euch ♥


PS: Dieser Blog bleibt noch bis zum 31.10.2013 bestehen, da ich noch vieles auf meinen Laptop kopieren muss.

Dienstag, 20. August 2013

[Rezension] *Kora* Lieblingsmomente von Adriana Popescu


Titel: Lieblingsmomente
Autorin: Adriana Popescu
ISBN: 978-3-492-30446-7
Verlag: Piper
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A]


Rezension:


Der Zauber der kleinen Augenblicke

Als Layla den perfekten Fokus ganz allein auf Tristan legt, ahnt dieser nichts davon. Sie atmet durch und drückt den Auslöser. Dass sie mit jenem routinemäßigen Klick, der zu ihren Beruf als Partyfotografin gehört, das Motiv einfängt, dass ihr Leben auf den Kopf stellen wird, ist auch für Layla in dieser Sekunde unvorstellbar. Doch schnell werden aus Fremden enge Freunde und Tristan schenkt Layla etwas, das sie bisher gar nicht glaubte, vermisst zu haben: Lieblingsmomente wie Perlen aneinandergereiht. Augenblicke, in denen Layla das Gefühl hat, die Welt gehöre ihr. Als Layla dann jedoch bemerkt, wie sehr sie sich durch und in Tristans Gegenwart verändert, wird ihr unwohl. Denn plötzlich muss sie unbequemen Wahrheiten ins Auge blicken, die bitter schmecken. Bitterer denn je.

Lieblingsmomente ist bereits der dritte Coup der Adriana Popescu und ein Roman, der wieder einmal eigene Maßstäbe setzt. Das Gefühl, einen tiefen Schluck aus der Flasche mit der Aufschrift „Lebenselixier“ zu nehmen, erfüllt den Leser von der ersten Zeile an.

Aufrichtig und voller Wärme erzählt die Autorin die Geschichte einer einzigartigen Freundschaft, die dem typischen Klischee zu folgen scheint und in eine Liebe, die trotz aller Zuneigung unter keinem guten Stern zu stehen droht, mündet. Doch jener Ansatz ist wohl das einzig (vom Leser) Vermutete an dem Weg, den die beiden Protagonisten miteinander beschreiten. Denn es geht um viel mehr, als um eine greifbare und nichtsdestotrotz unerreichbare Liebe. Es geht darum, die Leidenschaft für das eigene Leben (neu) zu entdecken. Es geht darum, im Alltäglichen die unscheinbaren Kostbarkeiten zu sehen. Es geht darum, sich selbst zu überraschen, weil man tatsächlich über sich hinauswachsen kann.

Mit Layla Desio und Tristan Wolf hauchte Adriana Popescu zwei Figuren Leben ein, die unwahrscheinlich menschlich daherkommen. Sie haben Ecken und Kanten, Träume und Blockaden, Talente und Gewissensbisse. Dennoch flüchten sie aus dem Hier und Jetzt, um dabei die Süße von Lieblingsmomenten auszukosten. Ein Ausstieg, zu dem ich mich sehr angesprochen gefühlt habe, die beiden zu begleiten. Explosivität und Lebenshunger werden überschattet von Melancholie und Zweifeln. Lebensechter und allgegenwärtiger könnte dem Leser kaum ein Spiegel vors Gesicht gehalten werden.
Ohnehin gelingt es der Autorin spielend leicht mithilfe ihres temperamentvollen, detailverspielten und unverfälschten Stils eine Erzählung zwischen zwei Buchdeckeln festzuhalten, die wohl bekannte (und viel zu oft erfolgreich verdrängte) Lebensweisheiten erfrischend verpackt an die Frau und den Mann bringt.

Was für mich das fabelhafte i-Tüpfelchen dieses Buchs ist, sind die sympathischen Verknüpfungen zwischen Realität und Fiktion. Adriana Popescu schrieb nicht nur einen Roman, sondern gleichermaßen eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt Stuttgart, sodass der Leser nicht minder einen Fremdenführer versehen mit viel Persönlichkeit in Händen hält. Hinzu kommt ein hervorragender Soundtrack zum Buch, der wundervoll in die Geschichte eingewoben wurde und dessen Urheber, Sänger/Songwriter Thomas Pegram, ebenfalls mit einer famos in Szene gesetzten Rolle an der Seite Laylas bedacht worden ist.

Durchweg ein Roman, der berührt; der nachdenklich stimmt; der dazu animiert, seine Träume nicht verstauben zu lassen; der Augen öffnet. Eine Geschichte, die beweist, dass es sich lohnt, zu glauben, zu streben, zu lieben, zu leben. Eine Erzählung, deren Ende einen schnittigeren Cliffhanger nicht hätte haben können.

Donnerstag, 8. August 2013

[Rezension] *Kora* Der Geschmack von Glück von Jennifer E. Smith


ISBN: 978-3-551-58304-8
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 17,90€ [D] 18,40€ [A]


Rezension:

Wie ein Orangensorbet bei Sonnenschein …

Ein winziger Flüchtigkeitsfehler leitet eine E-Mail von Graham Larkin, dem wohl begehrtesten Teeniestar Hollywoods, quer durch die USA an Ellie O’Neill weiter. In der anonymen Weite der digitalen Welt treten die beiden daraufhin in einen ausgiebigen und unbeschwerten Austausch – etwas, zu dem es unter normalen Umständen niemals gekommen wäre. Als Grahams Filmteam während des Sommers wenig später in Ellies beschaulichem Heimatstädtchen Halt macht, ahnt die zurückhaltende Ellie nicht, dass die Dreharbeiten nur aus einem einzigen Grund in Total Tote Hose, Maine, stattfinden. Für beide Teenager beginnt ein stürmischer Sommer, in dem wohl gehütete Geheimnisse ans Licht zu kommen drohen, der Glamour des Showbusiness seine Schattenseiten aufwirft und eine unumgängliche Entscheidung getroffen werden muss.

Jennifer E. Smith gestaltete mit Der Geschmack von Glück einen schmissigen Pageturner explizit für jungendliche Leser aus, in dem eine große Portion Esprit steckt und der auf der Zunge zergeht.

Eine Erzählung, die auf den ersten Blick eventuell ein wenig vorhersehbar erscheint, entpuppt sich als exzellente Wundertüte voller sprühender Überraschungen. Spannungsmomente werden clever aneinandergereiht und wecken das Bedürfnis, ohne Wenn und Aber durch die Seiten zu fliegen. Genauso erging es mir!

Entsprechend der Zielgruppe wählte die Autorin einen unkomplizierten, possierlichen und temporeichen Stil, um ihre Geschichte zu erzählen. Als sehr angenehme Ergänzung dazu kommt eine Bildsprache zur Geltung, die dem Buch bestens zu Gesicht steht.

Mich hat insbesondere das nachdrücklich skizzierte Für und Wider, welches die beiden Protagonisten sehr bewegt, begeistert. Das Familiengeheimnis Ellies empfand ich als erfrischende Alternative zu vielleicht Vermutetem und auch Grahams Facetten, die zeigen, dass es von Zeit zu Zeit eine Bürde ist, von der Öffentlichkeit angehimmelt zu werden, mochte ich absolut.

Die Charaktere wurden von Jennifer E. Smith mit Persönlichkeit versehen, sodass ein sehr greifbares Bild von ihnen entsteht. Eine Schachzug, der das Eintauchen in die Gesamtkulisse umso unwiderstehlicher macht.
Schnelllebige Szenenwechsel und eine zerrissene innere Stimme, unüberwindbar scheinende Klüfte und impulsive Entscheidungen, eine Herzensangelegenheit und schiere Ernüchterung – all dies sind Komponenten, mit denen die Autorin ihr Werk spickt.

Wenngleich es hier und dort scheint, als würde die Glückssträhne doch ein wenig mehr ausgereizt werden, so bleibt der Blick fürs Reale stets gegenwärtig: Im Leben gibt es Verantwortungen, Wahrheiten und Erkenntnisse, denen man sich stellen muss. Inwieweit der Einzelne damit umzugehen weiß, dafür wurden in diesem Buch zwei (von zahlreichen) nahbare Stellvertreter geschaffen.

Ein äußerst gelungenes Jugendbuch reichlich ausgestattet mit Witz, Willen und Wünschen, das einem Film der Traumfabrik in nichts nachsteht und durch emotionalen sowie gestalterischen Facettenreichtum aufzutrumpfen weiß.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Die formidablen Drei im Juli 2013

Der Sommermonat Juli stand bei mir lesetechnisch sehr verstärkt im Zeichen richtig guter Kinder- und Jugendliteratur, denn ich bin auf ein paar Goldstücke gestoßen, die mir die Lesestunden äußerst versüßt haben. Alle drei Werke kann ich uneingeschränkt mit einer Empfehlung für die jeweilige Interessengruppe versehen. Welche Werke dies waren? Nun ... Trommelwirbel bitte ...

Mit dem Titel "Die formidablen Drei im Monat Juli" dürfen sich schmücken: 

Wunder von Raquel J. Palacio - Ein wundervoll filigran, einfühlsam und realitätsnah ausgestaltetes Buch, dessen Protagonist im Bruchteil von Sekunden das Herz der Leser erobert. Eine Geschichte, die berührt und dabei eine untrügliche Botschaft vermittelt. Pflichtlektüre für die gesamte Familie, würde ich meinen!

Der Geschmack von Glück von Jennifer E. Smith - Ein Jugendbuch mit Pfiff, dessen Unterhaltungswert beim jungen Leserpublikum auf Wohlwollen stoßen dürfte. Denn die Kombination aus charakterstarken Figuren, einer wirkungsvollen Handlungskette sowie einem eingängigen Erzählstil überzeugt durchaus sehr.

Amy & Roger's Epic Detour [deutscher Titel: Amy on the Summer Road] von Morgan Matson - Wer Lust auf ein herrlich possierlich erzähltes Jugendbuch hat, dem sei angeraten, dieses Werk zu lesen. Entsprechend dem Titel wird der Leser mitgenommen auf eine Reise, welche nicht nur ein Stück US-amerikanisches Lebensgefühl illuster aufgreift, sondern auch beweist, dass es sich lohnt, mutig zu sein.

Mit jenen Empfehlungen auf dem Silbertablett schicke ich euch nun in die zweite Hälfte eines bravourösen Sommers!





Mittwoch, 24. Juli 2013

[Rezension] *Kora* Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

(englisches Cover)

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autorin: Jojo Moyes
ISBN: 978-3-499-26703-1
Verlag: rororo
Preis: 14,99€


Rezension:

Der eine Mensch, der dein Leben für immer verändert.

Als die quirlige Lou Clark ihren Job im Café verliert, ahnt sie nicht, dass nur wenige Meter weiter die Herausforderung ihres Lebens auf sie wartet. Denn sie macht Bekanntschaft mit der wohlhabenden Familie Traynor, die ein schweres Schicksal trägt: Will, einst Lebemann und erfolgreicher Karrieremensch, ist seit einem Unfall vor zwei Jahren Quadriplegiker und damit auf eine Rundumbetreuung angewiesen. Als die Familie Lou für sechs Monate mit der Aufgabe einstellt, Will eine gute Gesellschaft zu sein, beginnt für zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eine gemeinsame Reise, deren Höhen beflügeln und deren Tiefen Lou den Boden unter den Füßen wegzureißen drohen.

Eine Explosion der tiefen Emotionen hat Jojo Moyes mit Ein ganzes halbes Jahr zu Papier gebracht. Eine Geschichte, deren Intensität den Leser mitreißt!

Mit den markanten Lebenswegen der beiden charismatischen Protagonisten, die sich kreuzen, steckt die Autorin den Rahmen für eine ergreifende Erzählung ab. Auf der einen Seite zeichnet sie Lou, die auf der ewigen Suche nach ihrer Berufung ist und dabei vergisst mutig zu sein. Ihr gegenüber steht Will, dessen Alptraum der verlorenen Selbstbestimmung ihn täglich aufs Neue in die Knie zwingt und dem er mit einer Fassade aus Gleichgültigkeit und Sarkasmus begegnet. Für mich als Leser war es eine Wonne mitzuerleben, dass sich diese zwei Charaktere geradewegs wie die ineinander greifenden Zahnrädchen eines Uhrwerks ergänzt haben.
Um die Kulisse um jenes besondere Protagonistenpaar zu bereichern, verlieh Jojo Moyes auch den übrigen Figuren jeweils eine prägnante, zum Teil polarisierende Schlüsselrolle.

Der Grundtenor der Geschichte entspricht einer ausgezeichneten Palette, deren Bandbreite (Galgen-) Humor und Ehrgeiz, Verzweiflung und Resignation, tiefe Hingabe und bitteren Erkenntnisreichtum in sich birgt. Eine Komposition, welche unter die Haut und direkt zu Herzen geht.

Einfühlsam und entschlossen zugleich widmete sich die Autorin einer Gewissensfrage, die aufwühlt, zu Tränen rührt und mitfühlen lässt. Der perspektivenreiche Schreibstil des Romans eröffnet wunderschöne Sichtweisen, deckt unumwunden Schmerzhaftes auf und betont auf einzigartigem Wege die Faszination, gefühlt, geliebt und gelebt zu haben. Hinzu kommt eine lockere, ehrliche und tiefgründige Eloquenz umhüllt von inspirierenden Weisheiten, die mich schlichtweg um den Finger gewickelt hat.

Das stete Ticken der davonrinnenden Zeit im Hinterkopf – schließlich ist ein ganzes halbes Jahr nicht unendlich – sowie das damit verbundene Hoffen und Bangen, Wünschen und Leiden tauchen die Geschichte in ein prickelndes Licht, dessen Schatten andererseits nicht minder intensiv ist. Hochemotional und damit exakt wie für mich gemacht!

Ein Roman, der durch eine hervorragend eingefangene Schicksalshaftigkeit besticht, die, abseits aller Fiktion, realer denn je wirkt und damit eine Authentizität erster Güte besiegelt.

Mittwoch, 10. Juli 2013

[Rezension] *Larry* Frida Superstar von Martina Sahler & Heiko Wolz


Titel: Frida Superstar
ISBN: 978-3-551-65241-6
Verlag: Carlsen Verlag
Preis: 11,90€ [D] 12,30€ [A]


Rezension:

Gemacht für den Sprung auf die Bretter, die die Welt bedeuten?

Nur mit äußerstem Unbehagen kann sich Frida mit der Entscheidung ihrer Eltern arrangieren, aus der Großstadt Berlin hinaus aufs Land zu ziehen. Dort hat die Familie eine alte Villa gekauft, welche ihre Eltern als Architekten wieder aufpolieren möchten. Auch Tony und Theo, Fridas Geschwister, finden dieses Vorhaben klasse. Haben sich denn alle gegen Frida verschworen? Chaotischer wird es für Frida dann nur noch in ihrer neuen Klasse, denn mit einer einzigen unbedachten Bemerkung hat sie sich in eine Situation katapultiert, aus der sie keinen Rückzieher mehr zu machen wagt: Gemeinsam mit der Außenseiterin der Klasse steht ihr die Teilnahme an einem Gesangswettbewerb bevor, der Träume wahr werden aber ebenso gut zerplatzen lassen kann. Frida weiß nicht, wo ihr der Kopf steht!

In Zeiten, in denen die Suche nach Talenten sämtliche Castingformate wie Pilze aus dem Boden sprießen lässt, hat das Autorenduo Martina Sahler und Heiko Wolz mit Frida Superstar den Beginn einer den richtigen Ton treffenden Buchreihe geschaffen.

Die Geschichte der zwölfjährigen Frida, die einen heimlichen Traum hegt und auch das Talent hat, diesen zu leben, sich allerdings durch ihre Zurückhaltung eine große Chance zu verbauen droht und sich letzten Endes doch traut, mutig zu sein, bildet die Basis eines Kinderbuches, das einem Großteil seines Leserpublikums aus dem Herzen sprechen dürfte.

Ein aufgewecktes und bunt ausgestaltetes Ensemble an Figuren, die jeweils in gewisser Hinsicht einen bestimmten Stereotypen verkörpern – vom Klassenclown über die coole große Schwester bis hin zum talentierten Mauerblümchen – wurde von den Autoren in eine Handlung eingepasst, deren aufgeweckte Dynamik sie unterstreichen. Dabei hat es mir vor allem der quietschfidele Theo angetan, der an seine Schwester ohne Wenn und Aber und mit geballter kindlicher Überzeugung glaubt.

Der Erzählstil greift auf lebensnahe Weise die Gefühle und die Denkweise von zwölfjährigen Mädchen auf, was sich ebenfalls in der Wortwahl und Ausdrucksweise widerspiegelt. Der Erzählfluss ist – um an den musikalischen Grundtenor des Buches anzuknüpfen – sehr harmonisch, obgleich ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefenschärfe gut hätte vorstellen können. Wobei der Fokus plausibel auf die Prioritäten eines Mädchens in Fridas Situation gelegt worden ist, daran besteht kaum ein Zweifel.

Mir hat richtig gefallen, dass in die Geschichte der aufstrebenden Kinderstars zwischenmenschliche Werte und Problematiken wie Chancengleichheit, Loyalität und Akzeptanz und mögliche Lösungsansätze zu aufkommenden Konflikten eingewoben wurden.

Insgesamt ein Buch für (musikbegeisterte) Leser ab 10 Jahren, das den Spagat zwischen Hausaufgaben und Rampenlicht thematisiert und darin bestärkt, an sich selbst und die eigenen Stärken zu glauben. Eine Geschichte, deren entschlossene Protagonistin Frida auch im nachfolgenden Band das Potential hat, zu wachsen.

Mittwoch, 3. Juli 2013

[Rezension] *Kora* Katzenalarm von E.Snyder


Titel: Katzenalarm  4 Musketiere auf Freierspfoten  
Autorin: E.Snyder
ISBN: 978-1-484-94676-3
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 7,99€


Rezension:

Vier Fellbälle haben eine Mission

Mohrle, Pauline, Schoko und Brownie haben alles vollkommen im Griff, vor allem ihre geliebte Menschin Linda. Die vier selbsternannten Musketiere haben so ihre Reibereien miteinander, schließlich steht täglich aufs Neue das Buhlen um Lindas größte Gunst oder eine Extraportion Nervennahrung auf dem Programm. Doch als Linda den Hauch eines Gedanken äußert, sich eine fünfte Katze anschaffen zu wollen, werden die vier hellhörig und raufen sich zusammen. Gemeinsam wollen sie ihrer Linda Ablenkung in Gestalt eines verständnisvollen und tierlieben Lebenspartners verschaffen. Leichter gesagt als getan. Doch Mohrle hat einen vielversprechenden Plan und holt ihre drei Mitbewohner zu dessen Umsetzung ins Boot. Allerdings steuern die gewieften Vierbeiner dabei mitten in einen unvorhergesehnen Sturm.

Dass E. Snyder eine riesige Katzenliebhaberin ist, hat sie stets betont. Doch mit Katzenalarm – 4 Musketiere auf Freierspfoten – hat sie nun eine Liebeserklärung an ihre vier wuscheligen Mitbewohner in Stein gemeißelt.

Die eigenen Vierbeiner standen für die tierischen Protagonisten dieses dynamischen Romans Portrait. Eine Entscheidung, welche der Geschichte zusätzlich eine besondere Persönlichkeit verleiht und eine tiefe Tierliebe spüren lässt.

Eine ausgefeilt wiedergegeben Beobachtungsgabe, drolliger Humor sowie die markanten Charaktere der vierbeinigen Hauptfiguren prägen den Fortlauf jener pfiffigen Erzählung, die mit viel Liebe zum Detail und einer fühlbaren Portion Wortwitz versehen die Perspektive einer Katze fokussiert. Das gewitzte nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander Können der vier Fellflausche entspricht meinem persönlichen Highlight des Buches.

Für mich ist E. Snyder die Katzenflüsterin der Herzen, denn nicht selten hatte ich während des Lesens das Gefühl, dass sie ­– mit einem Augenzwinkern – zielgenau den Nagel auf den Kopf trifft. Insbesondere die Konversation der Musketiere untereinander sorgt für Erheiterung, welche jeder Katzenbesitzer mit einem Kopfnicken bestätigen dürfte.

Ohne großartige Umschweife wird eine Mission, die ambitioniert angegangen wird und dabei zeitweise einen bittersüßen Beigeschmack hat, beleuchtet. Dabei wird eine herrliche Steilvorlage geliefert, um das Kopfkino der Leser gehörig in Gang zu setzen, denn ein unbeschwerter, reichlich bildhafter Zungenschlag sorgt sozusagen für die idealen Regieanweisungen.

Ein Roman, der ein Muss für jeden Katzenliebhaber und/oder Freund tierisch guter Unterhaltung eingebettet in eine mit Herz eingefangene Kulisse ist.

Sonntag, 30. Juni 2013

Die formidablen Drei im Juni 2013

Dass mich auch im zurückliegenden Lesemonat so manches Werk voll und ganz gepackt hat, steht außer Frage. Was wiederum die übliche Qual der Wahl angeheizt hat, als ich Ausschau nach den formidablen Drei gehalten habe. ... Wie dem auch sei, die Würfel sind gefallen.

Die formidablen Drei im Monat Juni waren ...

... Ghostbound: Love is Stronger Than Death [... und der Preis ist dein Leben: Mächtiger als der Tod] von C. M. Singer - Ein Buch, dessen Zauber auch in der nun erhältlichen englischen Ausgabe nicht um einen Hauch geringer geworden ist. Die prägnante und wortgewaltige Mischung aus Übersinnlichem, Romantischem und Dramatischem begeistert schlichtweg. 

... Das Vorzelt zur Hölle von Tommy Krappweis - Ideale Urlaubslektüre, würde ich meinen. Denn auf unnachahmlich humorige Art schildert der Autor seine Kindheitserlebnisse (= Traumata), die ihn auf den urigen Campingreisen mit seinen Eltern ereilt haben. Sehr amüsant und gemacht fürs Kopfkino!

... Me Before You [Ein ganzes halbes Jahr] von Jojo Moyes - Eine rührende Geschichte, deren Emotionalität kombiniert mit erfrischendem Witz und strenger Ernsthaftigkeit einfach zu Herzen geht. Die Autorin beweißt großes Fingerspitzengefühl und erzählt von der Liebe zum Leben und von der Seelenverwandtschaft zu diesem einen alles verändernden Menschen.


Damit fühlt euch inspiriert für einen großartigen Lesesommer!



Mittwoch, 26. Juni 2013

"Sieben auf einen Streich" - Eine zauberhafte Reise mit Birgit Hasselbusch

 


Hallo ihr Lieben,

jetzt heißt es wieder:

Die Bücherwürmer fliegen auf dem fliegenden Teppich über die sieben Berge auf der Reise mit den Wildgänsen, um Rapunzel im obersten Turm von Hogwarts zu besuchen. Wir freuen uns riesig, dass dieses Mal die Autorin          Birgit Hasselbusch neben uns Platz genommen hat und sich mit uns in luftige Höhen begibt.

Während wir dem Sterntaler ein paar Sterne zuwerfen und von Bibi Blocksberg auf dem Besen noch ein Stück begleitet werden, lassen wir uns den süßen Brei schmecken, trinken ein Butterbier und fühlen unserem Gast einmal gründlich und in märchenhafter Manier auf den Zahn.


Damit ihr alle wisst, wer uns heute auf dem Flug begleitet, folgt hier ein kurzer Steckbrief als Memo an euch: 




Und nun kommen wir zu unseren fabelhaften "Sieben auf einen Streich"

Wir sind auf die Treffsicherheit unseres Gastes gespannt. 
Ihr auch?
   
 
1.) Mit welchem Buch verbinden Sie die ersten Lese-Abenteuer in Ihren Kindertagen? 
Dolly. Damals gab es leider noch kein Navi. Sonst hätte ich Burg Möwenfels dort eingegeben.
 
2.) In welchem Kinder-/ Jugendbuch hätten Sie gern selbst die Rolle des Titelhelden eingenommen
Ich wäre gern das vierte Fragezeichen gewesen und hätte die Fünf Freunde zum Sextett gemacht.

3.) Welche Kinder-/ Jugenbuchfigur verkörpert für Sie einen wahren Freund? 
Aus welchem Grund gerade jene Figur?  
Es gab mal ein Buch, in dem ein Junge ein kleines Männchen in einer Streichholzschachtel in seiner Schreibtischschublade versteckt und ihm jedes Geheimnis und alle Sorgen anvertraut hat. Das lebenskluge, lustige Männchen wusste immer Rat. Ich habe daraufhin eine Streichholzschachtel mit einem Filzbett und damals 10Pfennig Taschengeld ausgestatet und in meinen Schreibtisch gesteckt .Und seitdem warte ich sehnsüchtig auf das Männchen.
 
4.) Welche literarische Figur würden sie gern einmal Seite an Seite durch deren Geschichte begleiten? 
Ich wär gern das Salz auf unserer Haut gewesen. 
            
5.) Mit welcher Schriftstellerin/ welchem Schriftsteller könnten Sie sich eine kreative Zusammenarbeit vorstellen? 
Nicci French sind ja schon zwei Personen. Ich würde gern mit jemandem einen Thriller zusammen schreiben. Ich wäre für das Legen komplett irrationaler Fährten zuständig.

6.) Welchen tierischen Charakter könnten Sie sich als eigenes Haustier am besten vorstellen? 
Mir reicht ehrlich gesagt unser Kaninchen vollkommen aus.

7.) Für wie wichtig halten Sie das Vorlesen bekommen bzw. Lesen in Kinder- bzw. Jugendjahren?
Ich finde, es sollte selbstverständlich sein, dass Kinder ihren Eltern zum Einschlafen etwas vorlesen…


Homepage der Autorin:  

Facebook-Seite der Autorin:

Fotos:
© by Birgit Hasselbusch

 


Wir bedanken uns recht herzlich bei  Birgit Hasselbusch  für diese wunderbare Begleitung auf unserem fliegenden Teppich, und wünschen euch allen weiterhin eine unterhaltsame Wanderung durch den Bücherwald eurer eigenen vier Wände. Lasst euch verzaubern!

Liebe Grüße, eure Bücherwürmer
Angela, Kora und Diana, 
sowie
Larry Bücherwurm und Winny die Leseeule

[Rezension] *Kora* Abzählen vom Tamta Melaschwili


Titel: Abzählen
Autorin: Tamta Melaschwili
ISBN: 978-3-293-00439-9
Verlag: Unionsverlag
Preis: 16,95€


Rezension:

Furchtlos in der Zeit der Furcht

Es herrscht Krieg in Georgien. Hilflosigkeit, Resignation und Leid umgeben die Freundinnen Zknapi und Ninzo. Doch inmitten all des Elends trotzen die beiden Teenager mutig den Widrigkeiten, stehen für das Wohl ihrer Familien ein und riskieren dabei nicht wenig. Längst fühlen sich die Mädchen nicht mehr als Kinder. Umgeben von Mittelllosigkeit, Krankheit und eiskalten Waffen beweisen sie, dass Einfallsreichtum und Tapferkeit nicht nur den Männern vorbehalten ist. Teils gewieft, teils übermütig stellen sich Zknapi und Ninzo nicht nur dem traurigen Verdruss des Krieges, sondern gleichermaßen den ganz alltäglichen Konflikten des Erwachsenwerdens.

Für ihren intensiven Debütroman Abzählen wurde Tamta Melaschwili in ihrer Heimat mehrfach ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine bittersüße Geschichte, die von autobiographischen Erfahrungen geprägt wurde.

Die Autorin beweist Fingerspitzengefühl und gibt den filigranen Facetten einer vom Schicksal gebeutelten Gesellschaft zwei besondere Gesichter. Exemplarisch für das Kriegsleben unzähliger Familien wird die Geschichte der 13-jährigen Zknapi und Ninzo erzählt.
Als beste Freundinnen, die vieles verbindet und dennoch einiges unterscheidet, rebellieren die Protagonistinnen mit Kraft, (Galgen-) Humor und Gewieftheit gegen eine gesellschaftliche Tragik und kämpfen für das Wohl ihrer Liebsten. Dabei bleibt es nicht aus, dass jugendlicher Leichtsinn ihrem Einsatz Flügel verleiht.

Obgleich Tamta Melaschwili den Leser nur für drei Tage an die Seite der Charaktere holt, fächert sie eine Bandbreite an Emotionalität auf, die stets einem Balanceakt zwischen offenkundiger Brutalität und Überlebenskampf sowie dem Drang nach unbeschwertem Jugendlichsein entspricht.
Ebendiese Jugendlichkeit wird vor allem auch in der unverblümt direkten Rhetorik aufgegriffen. Einzig der durchgehende, ohne Absätze versehene Blocktext sowie die bewusst nicht in Anführungszeichen gesetzte wörtliche Rede erleichtern den Einstieg in die Geschichte nicht unbedingt. Doch dann wiederum kann gesagt werden, dass dieses Stilmittel die schwere, undurchdringliche und alles andere als einfach zu ertragende Situation innerhalb des Romans reflektiert.

Die Präzision, mit der es die Autorin schafft, die markanten Grenze zwischen Freud und Leid zu skizzieren und dabei eine Eindringlichkeit zu vermitteln, empfand ich als durchaus bemerkenswert. Der laute Appell an die Menschlichkeit schallt über die gellenden Sirenen des Krieges hinaus.

Die eingefangene Stimme der Tamta Melaschwili ist eine, die es zu lesen gilt. Generationsübergreifend, publikumsnah und ehrlich werden wir Leser mit realen Konflikten konfrontiert, welche einer schnellen und nachdrücklichen Lösung bedürfen.


Mittwoch, 19. Juni 2013

[Rezension] *Kora* Freak City von Kathrin Schrocke


Titel: Freak City
ISBN: 978-3-551-31093-4
Verlag: Carlsen
Preis: 6,99€ [D] 7,20€ [A]


Rezension:

Eine Welt, in der weder leise noch laute Töne von Bedeutung sind

Bereits die erste flüchtige Begegnung mit ihr bleibt ihm, dem fünfzehnjährigen Mika, in bleibender Erinnerung. Diese unerschrockene und zugleich zauberhaft zarte Aura, die das Mädchen umgab, ließ ihn nicht mehr los. Als Mika wenig später durch einen Zufall erneut auf Lea trifft und erfährt, dass sie gehörlos ist, eröffnet sich ihm eine Welt, deren Sog zu stark ist, um unberührt zu bleiben. Hals über Kopf beschließt Mika einen Intensivkurs in Gebärdensprache zu besuchen, um Lea besser kennenlernen zu können. Doch rascher als ihm lieb ist, bauen sich Hürden vor ihm auf, mit denen er so nie gerechnet hätte.

Mit großer Intensität beschreibt Kathrin Schrocke in ihrem Jugendbuch wie es sich anfühlt, wenn zwei Welten aufeinanderprallen und trotz ihrer Verschiedenheit gibt es eine bemerkenswerte Schnittmenge, die es wert ist, zu entdecken.

Freak City portraitiert das Leben zweier Jugendlicher, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Mika ist lässig, schüchtern und an ihm nagt der Liebeskummer. Lea ist charismatisch, wild und direkt. Mika kann hören. Lea ist gehörlos.
Die Autorin kreierte zwei Charaktere, deren Willen und Wagemut als Vorbilder gelten können und sollten. Zum einen prägen aufrichtiges Interesse und Vertrautheit ihre Beziehung, zum anderen werden Zweifel und Zurückhaltung deutlich.

Kathrin Schrocke verleiht der Thematik „Gehörlosigkeit“ eine ernstzunehmende und gleichermaßen angenehm ungezwungen wirkende Stimme. Eine Stimme, die sowohl von Hörenden als auch von Gehörlosen wahrgenommen werden kann. Ebenjene Selbstverständlichkeit hat mit besonders gefallen. Es werden Vorurteile ungeschminkt dargestellt, während im nächsten Atemzug gezeigt wird, dass Berührungsangst eine unnötige Hemmung darstellt. Wer Initiative ergreift und sich aufgeschlossen zeigt, erkennt rasch die Lebensqualität eines Gehörlosen.

Mithilfe dieses Buches, dessen legerer, gelegentlich gar betont flapsige Umgangston vor allem dem jungen Publikum in die Karten spielen dürfte, schickt die Autorin uns Leser auf eine gelungen Achterbahnfahrt: Ängste und Verstimmungen, Zuneigung und Hilfsbereitschaft, Verständnislosigkeit und Ignoranz, Loyalität und Integration – Werte und Emotionen, die gesellschaftliche Wellen schlagen und denen wir uns schleunigst stellen sollten.

Alles in allem ein Buch, das mithilfe einer lockeren Grundstimmung auch weiß, ernsthafte Töne anzuschlagen und dessen Etablierung als Schullektüre überaus empfehlenswert ist.

Dienstag, 11. Juni 2013

[Neuzugänge]*Diana* So füllt sich das Regal

Huhu ihr Buchverschlinger!

Bei mir sind letzte Woche wieder ein paar wirkliche Buchschmankerle eingezogen, denen ich nicht wiederstehen konnte.



"Ich fürchte mich nicht" von Tahereh H. Mafi

"Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ..."

Hier war ich mir recht unsicher. Denn die Meinungen gehen doch recht stark auseinander. Letztenends habe ich "Ich fürchte mich nicht" doch eine Chance gegeben, weil auch die Inhalt einfach toll klingt.


"Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner" von Edward Kelsey Moore

"Seit fast vierzig Jahren gehen die drei Freundinnen Odette, Clarice und Barbara Jean miteinander durch dick und dünn. Und ungefähr genauso lang ist das Dreiergespann nur als die »Supremes« bekannt. Jeden Sonntag treffen sie sich gemeinsam mit ihren Ehemännern in Earl’s Diner, wo sie einst ihren Spitznamen erhielten. Unter den wachsamen Augen von Big Earl, dem Besitzer des Diners, wuchsen sie zu dem heran, was sie heute sind: drei kluge, witzige und starke Frauen. Und auch nach seinem Tod hat Big Earl weiterhin ein Auge auf seine »Supremes« – so wie auch andere gute Geister, denn dem Charme dieser außergewöhnlichen Ladys kann einfach niemand widerstehen ..."

Bereits verschlungen und das innerhalb von ein paar Stunden! Nur noch die Rezi muss getippt werden. Ich kann jetzt schon verraten, das es bis dato in der TOP 3 meiner diesjährigen Buchcharts ist!


"Grischa - Goldene Flammen" von Leigh Bardugo

"Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen?
Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?"


Schon als "Grischa" in den Neuerscheinungen aufgetaucht ist, hat es mich neugierig gemacht, weil ich an Russland denken musste (und ich stehe auf dieses Land ;D). Allerdings war ich mir nicht sicher, ob es wirklich etwas für mich ist. Da dann aber die meisten Beurteilungen gut ausgefallen sind, ist es auch bei mir eingezogen.


"Kirschroter Sommer" von Carina Bartsch

"Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben?"

Darauf bin ich sooooo gespannt. Das Buch spricht auch für sich selbst. ;)




"Sommernacht & Frühlingsnacht" von Julie Kagawa

"Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sich’s versieht, verliebt sie sich unsterblich in den jungen Ash – den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?"

Es ist eine der Buchreihen schlechthin und ich habe sie noch nicht gelesen. Ich habe nur die Inhaltsangabe gelesen, keine Rezis, damit ich keine zu großen Erwartungen habe. Mal sehen, wie mir der erste Band bekommt. (Leider habe ich statt den 2. Band zu kaufen, mir den 3. geholt.)

"Ich, Adrian Mayfield" von Floortje Zwigtman

"London 1884. Adrian Mayfield ist keine 17 und Lehrjunge bei einem Maßschneider in Soho. Als er eines Tages seine Anstellung verliert, sitzt er völlig mittellos auf der Straße. Bei einem ehemaligen Kunden, einem Kunstmaler namens Augustus Trops, findet er zunächst Unterschlupf und beginnt, Modell zu sitzen. Beim Modellsitzen bleibt es nicht, zu Adrians allergrößtem Erstaunen: Ja, er liebt Männer! Im London dieser Zeit ein Verbrechen. Durch Trops erhält Adrian Zugang zu den erlesensten Künstlerkreisen Londons, an deren Spitze Oscar Wilde im Café Royal thront. Adrian beginnt Gefallen zu finden an dieser dekadenten Gesellschaft, an ihren Eskapaden, ihrem Witz, ihrer Freizügigkeit und Intelligenz. Doch weder ein Zuhause noch wahre Freunde findet er hier, auch wenn er das feine Spiel der Verkleidungen und Scheinmanöver bald perfekt beherrscht. Zu viel trennt ihn von dieser illustren Gesellschaft. Am wohlsten fühlt er sich noch bei Vincent Farley, einem reichen jungen Maler, für den er als Modell arbeitet.Doch auch der verlässt im August London, und so bleibt Adrian nur der Weg in das Etablissement in der Little College Street, um nicht zu verhungern. Sind Adrians Träume von der großen Liebe und einem Zuhause nur Luftblasen? Wunschträume, auf deren Erfüllung einer wie er sowieso nicht hoffen darf?"

Seit Jahren juckt es mir bei diesem Stück in den Fingern. Endlich ist es auf dem SUB. Es ist auch das erste Buch das ich lese, in dem es um Männerliebe geht. Dazu gibts eine Prise Kunst, London und das 19. Jahrhundert.


"Die Sprache des Feuers" von Don Winslow

"Jack Wade war der Star der Abteilung für Brandstiftung des Orange County Sheriff Departments (Kalifornien), bis ihn eine angebliche Falschaussage die Karriere kostete. Dass sein Kollege Bentley die Finger im Spiel hatte, ist eine andere Geschichte. Für seinen neuen Arbeitgeber, die »California Fire & Life«, ermittelt er in einem Versicherungsfall: Das Anwesen des Immobilienmoguls Nicky Vale ist bis auf die Grundmauern abgebrannt – mitsamt seiner jungen Frau Pamela. Auch Bentley war schon am Brandort. Er tippt auf zu viel Wodka und eine brennende Zigarette. Aber Jack Wade kennt die Sprache des Feuers. Und macht sich auf Spurensuche. Bis er herausfindet, dass Nicky Vale mitnichten der unbescholtene amerikanische Bürger ist, als der er sich ausgibt, wird die Sache so heiß, daß Jack Gefahr läuft, sich die Finger zu verbrennen."

Auf Don Winslow hat mich Nici von Nici&Books gebracht, die in ihrer Rezi zu "Kings of Cool" total begeistert war. Und da dachte ich, probier ichs doch auch mal mit einem Winslow.

"Incarceron - Fliehen heißt sterben" von Catherine Fisher

"Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt ..."

Durch Lovelybooks bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und nach eingehender Recherche, durfte es bei mir einziehen. ;) Die Rezis sind alle sehr positiv ausgefallen und es ist ein Einzelband (glaube ich)!

"Lachsfischen im Jemen" von Paul Torday

"Alfred Jones, ein schüchterner Wissenschaftler und Experte in Sachen Lachs- und Forellenzucht, steht vor einer unlösbaren Aufgabe: Für einen steinreichen Scheich soll er in dessen Heimat, ausgerechnet im Wüstenstaat Jemen, eine Lachsfarm anlegen. Sofort mischt sich Englands profilneurotischer Premierminister ein, der in Jones’ Vorhaben eine Möglichkeit sieht, die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken."

"Lachsfischen im Jemen" ist ein absolutes schräges Buch, das bemerkt man sofort auf den ersten Seiten. Ich freu mich schon drauf, mit welchen Gefühl es mich nach dem Lesen zurück lässt.

"Die Tiefen deines Herzens" von Antje Szillat

"Marc und ich. Ich und Marc. Wie im Rausch. So stark, so mächtig, so dunkel. Alles andere um mich herum verblasst. Berlin. Meine Eltern. Und auch Felix, mein lieber, wunderbarer Felix, der zu Hause auf mich wartet … Während der Sommerferien am Meer begegnet die siebzehnjährige Leni Marc, einem Boxer aus England, der eine unbändige Anziehungskraft auf sie ausübt. Lenis Gefühle für Marc stellen selbst ihre gerade begonnene Liebebeziehung zu ihrem Kindheitsfreund Felix in den Schatten. Als ihre Eltern ihr den Umgang mit Marc verbieten wollen, flieht sie kurzerhand mit ihm nach London. Doch sie muss bald einsehen, dass sie damit einen großen Fehler begangen hat …"

Auf das hatte ich bis jetzt nicht ein einziges Mal ein Auge geworfen. Allerdings habe ich dann mal reingelesen und da hatte sich die Meinung ganz schnell geändert.

Na, was für Euch dabei?
Welches sollte ich am besten sofort lesen?

Viele liebe Grüße

Diana

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